Reichenstein_Burg_1

Burg Reichenstein Die vormaligen Burggrafen und Walpoden der bei Waldbreitbach oberhalb des Wiedtales gelegenen Neuerburg erbauten im 1. Drittel des 14. Jahrhunderts – im späten Mittelalter – auf dem in ihrem Allod- Besitz befindlichen Bergrücken über dem Holzbachtal unweit von Puderbach eine Burg, nach der sie sich "Herren von Reichenstein" nannten. Als reichsfreie Ritter besaßen sie im Westerwald und am Rhein erheblichen Streubesitz und waren im Verlauf ihrer 200 jährigen Geschichte bis zum Aussterben ihres Geschlechts im Jahr 1511 durch Heirat mit anderen Hochadelsgeschlechtern, z.B. von Sayn, von Hammerstein u.a. verbunden. In der Mitte des 16. Jahrhunderts zerstörten die Grafen von Wied nach langjährigen Erbstreitigkeiten die von ihnen als erledigtes Lehen eingezogene Burg, um einer eventuellen Wiederherstellung der freien Reichsherrschaft in ihrem Territorium vorzubeugen. Erhalten blieb jedoch ein mit Burg Reichenstein verbundenes, verbrieftes Recht auf Sitz und Stimme in der "Westfälischen Grafenbank". Dies veranlasste den Freiherrn von Nesselrode im Jahr 1698 die Burgruine vom Grafenhaus zu Wied zu erwerben, wobei er sich jedoch verpflichten musste, sie nie wieder aufzubauen. Seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts befindet sich Burg Reichenstein im Stawitz´schen Familienbesitz, die seit jener Zeit erhebliche Mittel in den Erhalt der Burgruine investiert hat. Seit der Gründung des Fördervereins "Burg Reichenstein e.V." im Jahre 2001 bemüht sich dieser, die Burg der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und dadurch wieder in den Mittelpunkt des Puderbacher Landes zu rücken.

  • Web: http://www.burgruine-reichenstein.de/