Oberdreis_Alte_Oelmuehle_1 Oberdreis_Alte_Oelmuehle_2

Ölmühle Oberdreis Am Mühlbach, der wenige Meter weiter in den Dreisbach fließt, befindet sich eine historische Ölmühle, in der unter Anderem Bucheckern der umgebenden Buchen gemahlen wurden. Die Ölmühle ist heute nicht mehr in Betrieb, aber dank ihrer Lage und der traditionellen Fachwerkbauweise (Eichenfachwerk) eine der Oberdreiser Sehenswürdigkeiten. Die Mühle wurde früher "Owerdresser Ollichsmill" genannt und ist ungefähr 300 Jahre alt. Sie diente früher der Familie Paul Schumann für die Ölgewinnung aus Raps, Rübsen, Bucheckern, Sonnenblumen und Leinsamen. Das Öl wurde für Haushalts- und Stalllaternen oder auch für Bergsmannslampen benutzt. Die stempelbetriebene Keilpresse, der Königsstuhl und der Kollergang sind noch gänzlich erhalten. Das Wasserrad wurde vom Wasser des Dreisbaches angetrieben. Das Wasserrad trieb dann den Kollergang an; dort wurde dann das Mahlgut zerquetscht, danach auf einem Ofen erwärmt und schließlich von einer Keilpresse ausgepresst. Aus sechs Pfund Ölfrüchten wurde ein Liter Öl. Bei einem Arbeitsgang(Geschläg) wurden 60 Pfund Mahlgut verarbeitet. Der dabei entstandene Ölkuchen(Treber) konnte als Viehfutter verwendet werden. Bei seiner Stilllegung begann das Gebäude zu verfallen. Späterhin restaurierte es dann der Inhaber. 1980 wurden Dach und Inneneinrichtung restauriert, drei Jahre später wurde dann ein neues metallisches Wasserrad gebaut. Außerdem wurde der Kennel am Wasserrad mehrmals erneuert, um die Sehenswürdigkeit zu erhalten. (www.wikipedia.org)